Wellness für Kinder .. von Mirko Wagner |
"Kleine und große Fische fangen"
Kundenorientierung mit Pfiff - Säuglings- und Kleinkindschwimmen in Badeanlagen
Vom Wasser als Urelement des Menschen geht im Allgemeinen eine außergewöhnliche Wirkung aus. Aufgrund seiner thermischen sowie physikalisch-chemischen Eigenschaften wird das flüssige Element nicht nur im Sinne der Reinigung und seelischen Erquickung, sondern auch gezielt als Heilmittel und Regulans eingesetzt. Gerade für moderne Badeeinrichtungen lohnt es sich, unter dem Gesichtspunkt des schwierigen Neukundengewinns und der Kundenbindung spezielle Angebote und Ausstattungsmerkmale für Kleinkinder und Säuglinge einzurichten.
Im Medium des Mutterbauchs
Es gibt verschiedene Gründe, die für eine frühe Wassergewöhnung der Kinder sprechen. So vermittelt es eine - aufgrund der präsenten Erinnerung an die Zeit im Mutterbauch - vertraute Umgebung, die gleichzeitig große Bewegungsfreiheit und hautintensiven Reize miteinander verbindet. Psychologen fanden heraus, dass durch Wasseranwendungen auch psychische Verkrampfungen gelöst werden können. Bekannt sind die herausragenden physikalischen Eigenschaften des Wassers (Auftrieb, Wärmeabgabe, u.ä.), die bei entsprechenden Therapien die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Erkrankungen sowie von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates unterstützen können.
Viele gute Gründe
Seit Beginn der 80er Jahre ist im Bereich des Säugling- und Kinderschwimmens ein großer Zuwachs zu verzeichnen. Die Gründe dafür sind auch in einer zunehmenden Akzeptanz der sozialen, soziologischen sowie medizinischen Aspekte zu sehen, die mittlerweile auch wissenschaftlich fundiert sind. Zentrale Aspekte aus der Perspektive des Kindes, die Familienväter und -mütter überzeugen sollten, sind in diesem Zusammenhang:
Grundsätzlich werden Kinder ab dem dritten Lebensmonat zu den Kursen zugelassen. Maßgeblich für den Beginn ist die Fähigkeit des Säuglings, seinen Kopf halten zu können, was allgemein ab etwa der zwölften Lebenswoche möglich ist.
Und Papa lernt auch was
Für die Betreiber von Bade- und Wellnessanlagen ist besonders auf den Aspekt der Erwachsenenbildung zu beachten. Die Eltern lernen, ihre Kinder bewusst zu beobachten, verbessern die Interpretation verbaler sowie nonverbaler Äußerungen und werden im Umgang mit ihren Kindern im Wasser geschult. Ihnen wird dabei vermittelt, wie sie ihr Kind entwicklungsgemäß zu Spiel, Bewegung und Wahrnehmung anregen und dabei die Wirkung des Wassers gezielt nutzen können.
Beim Eltern-Kind-Schwimmen (2.- 3. Lebensjahr) werden bereits vermehrt Spielgeräte u.ä. eingesetzt. Die Fähigkeit zum selbständigen Schwimmen erlangen Kinder frühestens ab einem Alter von vier Jahren. Mit dem Kleinkindschwimmen wird eine gute Grundlage für den generellen Umgang mit Wasser gelegt, Selbstvertrauen im Wasser erlangt und in letzter Konsequenz die Voraussetzung geschaffen, um als Erwachsener selbst eine Badeanstalt zu besuchen.
Wärmehöhlen und Mini-Wellenbad - Ausstattung ist Trumpf
Die Einhaltung bestimmter Richtlinien zu Wasserqualität, Wassertemperatur, Baderegeln und nicht zuletzt kindergerechter Ausstattung ist unerlässlich und mitbestimmend für den Erfolg bei der Implementierung des Kindes- und Säuglingsschwimmens in einer Bade-, Wellnessanlage oder Therme. In Österreich ist beispielsweise die Therme in Loipersdorf dank ihrer Konzentration auf Familien erfolgreich. Spezielle Kinder- und Wellnessbereiche mit Erlebnisbecken, eigener Kindersauna und Babybetreuung locken nicht nur die kleinen Gäste an, sondern ermöglichen auch den Eltern bei einer professionellen Kinderbetreuung die notwenige Entspannung. "Erleben mit allen Sinnen" ist das Motto. Sanfte Mini-Wellenbäder, Mini-Wasserrutschen und Spielgeräte machen Babys und Kleinkinder mit dem Medium Wasser vertraut. Mit Luftdüsen ausgestattete Wärmehöhlen laden zum Kuscheln und Ausruhen ein. Eltern können ihre Kleinen vom Panorama-Whirlpool aus überwachen.
Während sich Loipersdorf erst seit einigen Jahren auf ein Angebot für Kinder spezialisiert hat, setzt die burgenländische Sonnentherme seit ihrer Eröffnung im Jahr 1993 auf Familientourismus. Schon ab dem dritten Lebensmonat können Säuglinge unter fachlicher Aufsicht beim Babyschwimmen Gleichgewichtssinn und Muskulatur stärken. Konsequent durchdachte Details, wie z.B. "Babychairs" an den Wänden von Toiletten, Umkleiden- und im Badebereich oder rutschfeste Boedenbeläge sorgen dafür, dass sich die Kinder auch außerhalb des Wassers sicher bewegen können.
Kinderglück gleich Elternglück
Versucht man ein Fazit, ist zu sagen, dass im Hinblick auf Auslastung, Attraktivität, Bekanntheitsgrad, Kundenbindungsprinzipien und Neukundengewinnung eine Ausrichtung auf Säuglings- und Kinderschwimmen für viele Badeanstalten, Thermen und Wellnessanlagen interessant ist. Die oben genannten positiven Auswirkungen auf Kind und Erzeuger sind plausibel und müssen bei Bedarf in die eigene Marketingstrategie der Anlage integriert werden. Letztlich überzeugt ein so einfaches wie einleuchtendes Argument: Was gibt es Schöneres für Eltern, als ihre Kinder glücklich und mit einem Strahlen in den Augen zu sehen? Nichts. Und gerade das Strahlen kommt im Wasser besonders häufig vor.
Quelle: PhysioWelt Hennef
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